

| 25 Jahre FMC Condor Bückeburg e.V. | ||
| Die Chronik einer bewegten Vereinsgeschichte | ||
| Im Jahr 1982 entstand aus einem losen Zusammenschluss begeisterter Modellflieger der Verein FMC Condor Bückeburg. Das Fluggelände war damals eine kleine von Kalle Piel gepachtete Buschwiese am Rande des Scheier Bruchs. Der freie, ungezwungene Modellflug fand dort schon seit einigen Jahren statt. Jeder der fliegen wollte, zahlte einen Obulus und durfte das Jahr über seinem Hobby frönen. Erst ein „Beinahe-Unfall“ mit einem Hubschrauber des benachbarten Militärflughafens führte dann auch aus versicherungstechnischen Gründen zum Zusammenschluss im Verein. Die Gründungsversammlung fand am 27. April 1982 in der Gaststätte Eveser Krug statt, als Vorsitzender wurde Wilfried Struckmeier gewonnen. Als Vereinsname wurde der „FMC Condor“ gewählt und man trat dem DMFV bei, und schon am 5. Mai 1982 wurde die erste Aufstiegsgenehmigung bei der Bezirksregierung beantragt und prompt aus bau- und straßenverkehrsrechtlichen bzw. auch aus Lärmschutzgründen abgelehnt. Eine Unterschriftenaktion mit den benachbarten Anwohnern in Berenbusch, viele Telefonate und Briefe mit DMFV und der Bezirksregierung brachten letztendlich zur Freude aller Mitglieder die befristete Aufstiegsgenehmigung. Doch im Jahr 1986 war erstmal Schluss mit dem Modellflug, eine Verlängerung der Aufstiegsgenehmigung wurde aus Gründen des Landschaftsschutzes abgelehnt. Einsprüche an die |
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Bezirksregierung, Telefonate und Schriftverkehr über den DMFV brachten kein Ergebnis, Modellflug wurde im Scheier Bruch untersagt, auch ein Jedermannfliegen wurde polizeilich verboten. Für den jungen Verein war das nahezu das Ende, alte Mitglieder wanderten ab, fast alle Jugendliche verließen den Verein. Die zwischenzeitliche Nutzung des Truppenübungsplatzes in Röcke wurde nicht genehmigt. Ein neuer Flugplatz, auf dem Modellflieger im Umfeld geduldet würden, musste beschafft werden, und der Vorstand wurde im Frühjahr 1987 fündig. |
| Der neue Platz lag nördlich vom Mittellandkanal im Meinser Bruch, zwar im Landschaftsschutzgebiet aber im weniger sensiblen Bereich. Der Neuanfang konnte starten, allerdings mit Auflagen in den Flugzeiten durch Bundeswehr und untere Naturschutzbehörde, die bis heute Bestand haben, aber die Mitglieder akzeptierten diese Beschränkungen. Auch im Vorstand hatte sich in den vergangenen Jahren etwas verändert. Hans Schubert löste 1984 Wilfried Struckmeier im Vorstand ab, doch erst mit der Wahl von Fritz Kardinal 1989 zum ersten Vorsitzenden kam eine Beständigkeit in den Verein, die bis heute anhält. Die Aufstiegsgenehmigungen wurden Jahr für Jahr erteilt und die Hartnäckigkeit mit der Fritz Kardinal den Verein aufbaute, machte ihn auf den Ämtern zu einem gefürchteten Gesprächspartner. Fritz war nach eigenem Anspruch ein Mann, der nicht Recht haben wollte, aber sein Recht bekommen wollte, und das gelang ihm auch durch beharrliche Öffentlichkeitsarbeit. Zur Einweihung des neuen Platzes konnte sogar Fürst Philipp-Ernst zu Schaumburg-Lippe begrüßt werden, für die Akzeptanz des Verein ein großer Vorwärtsschritt. Viele regelmäßige Veranstaltungen, über die auch in den Medien ausführlich berichtet wurde, fanden in den Jahren ab 1987 statt. Seglerwettbewerbe, das jährliche Jedermannfliegen, Flugtage mit Modellfliegern aus anderen Vereinen, sowie das beliebte Sylvesterfliegen bauten eine kleine, aber feste Gemeinschaft auf. Ein Höhepunkt in den vielen Aktivitäten war sicherlich das Sikorsky – Hubschraubertreffen im Jahr 2005 auf unserem Flugplatz mit der Landung einer CH-53 der Heeresflieger aus Achum, ein Ereignis, das in den Anfangsjahren undenkbar gewesen wäre. Viele neue Mitglieder wurden seit dem Neubeginn in den Verein aufgenommen, viele alte Hasen aus der Anfangszeit sind leider nicht mehr dabei. Hans Schubert und Wilfried Struckmeier sind inzwischen verstorben, andere Gründungsmitglieder hat es beruflich in andere Orte verschlagen. Ein Verein lebt jedoch nicht nur vom Wandel der Zeit, sondern auch von neuen, jungen Modellfliegern, die ihre Freizeit unter Gleichgesinnten sinnvoll nutzen und ihr Hobby anderen Jugendlichen als Freizeitalternative nahe bringen wollen. Das wird von allen Vereinsmitgliedern und Gästen so gelebt und deshalb ist unser kleiner Flugplatz immer ein offener Ort für alle Modellfluginteressierten geblieben. In diesem Sinne mit Holm– und Rippenbruch viel Glück für die nächsten Jahre. Jürgen Reipert, Gründungsmitglied FMC Condor Bückeburg |